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Niedrigwasser

Aktuelle Niedrig­wasser­lage (Stand vom 28.07.2020):

Die Niedrig­wasser­situation in Sachsen hat sich trotz der teilweise ergiebigen Niederschläge in der letzten Woche kaum verbessert. An knapp der Hälfte der ausgewerteten Mess­stellen liegen die Durchflüsse im Niedrigwasserbereich. Für die nächsten Tage werden keine ergiebigen Niederschläge vorhergesagt. Deshalb ist eine Erholung der Situation in den sächsischen Fließgewässern nicht in Sicht.

Aktuelle Wasserführung an den sächsischen Meldepegeln

Die obige Karte zeigt die aktuelle Wasserführung an den Hochwassermeldepegeln in Sachsen an. Dabei bedeuten die Farben:

  • Braun: Niedrigwasser
  • Grün: Normalzustand
  • Gelb/Orange/Rot/Lila: Hochwasser (klein bis extrem)
  • Weiß: keine aktuellen Daten

Mit einem Klick auf die Karte gelangen Sie zum Webportal des Landes­hoch­wasser­zentrums, wo Sie weitere Informationen finden können.

Entwicklung des Niedrigwassers seit 2018

Die Abbildungen zeigen den Anteil der sächsischen Pegel mit einer Wasserführung unterhalb des Niedrigwasser-Schwellen­wertes MNQ im zeitlichen Verlauf sowie im Vergleich des aktuellen Jahres mit den Vorjahren. Um den kurzfristigen Einfluss einzelnen Nieder­schlags­ereignisse zu bereinigen, sind die Daten teilweise geglättet dargestellt.

Abbildung: Entwicklung des Anteils der Pegel mit Niedrigwasserführung seit 2018 bis zum angegebenen Stichtag  © LfULG/LHWZ

Weiterführende Informationen

Was ist Niedrigwasser?

Niedrigwasser ist ein Zustand, bei dem sich die Wasserführung der Fließgewässer zeitweilig deutlich unter den mittleren Verhältnissen bewegt. Das kann bis hin zum Trockenfallen von Gewässerabschnitten oder ganzer Gewässer führen.

Niedrigwasser (oder hydrologische Trockenheit) ist die Folge einer vorangegangen oder noch andauernden Niederschlagsarmut (meteorologische Trockenheit). Fällt einige Zeit kein Regen (der Hydrologe spricht von »Trockenwetter«), so werden die Fließgewässer vor allem aus dem Grundwasser gespeist. Dieser Anteil des Abflusses wird daher auch als »Basisabfluss« bezeichnet.

Ist es nun längere Zeit trockener als üblich, führt das wiederum zu abnehmender Grundwasserneubildung, zu fallenden Grundwasserständen und damit zu einem Rückgang des Basisabflusses, was einen generellen Rückgang der Wasserführung in den Fließgewässern zur Folge hat.

Gerade bei ausgeprägten Trockenzeiten wie der aktuellen, kann man gut beobachten, dass bei einzelnen Niederschlagsereignissen zwar die Abflüsse ansteigen, dann aber rasch wieder auf das niedrige Ausgangsniveau zurückfallen. Der Grund hierfür ist, dass erst, wenn es zu einer maßgeblichen Aufhöhung des Grundwassers kommt, sich auch der Basisabfluss wieder erholt.

Solange noch große Bodentrockenheit besteht (oder agrarische Trockenheit), gelangt kaum oder nur wenig Niederschlagswasser zur Grundwasserneubildung und die Niedrigwassersituation hält an.

Weiterführende Informationen

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