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Niedrigwasser

Aktuelle Niedrig­wasser­lage

Aktuelle Wasserführung an den sächsischen Meldepegeln

Niedrigwasser ist ein Zustand, bei dem sich die Wasserführung der Fließgewässer zeitweilig deutlich unter den mittleren Verhältnissen bewegt. Das kann bis hin zum Trockenfallen von Gewässerabschnitten oder ganzer Gewässer führen.

Die obige Karte (aktualisiert alle fünf Minuten) zeigt die aktuelle Wasserführung an den Hochwassermeldepegeln in Sachsen an. Für die Zuordnung zur Kategorie "Niedrigwasser" ist hier die Unterschreitung des mittleren Niedrigwasserabflusses (MNQ) ausschlaggebend. Dabei bedeuten die Farben:

  • Braun: Niedrigwasser
  • Grün: Normalzustand
  • Gelb/Orange/Rot/Lila: Hochwasser (klein bis extrem)
  • Weiß: keine aktuellen Daten

Mit einem Klick auf die Karte gelangen Sie zur Pegelkarte im Webportal des Landes­hoch­wasser­zentrums. Dort finden Sie Messwerte zu den hier gezeigten Hochwassermeldepegeln. Auch zeigt die verlinkte Karte weitere Messstellen in Form von Pegeln ohne Hochwassermeldefunktion und, ob diese sich aktuell im Niedrigwasser befinden.

Niedrigwasser-Kurzbericht (Stand vom 21.05.2024)

Die niederschlagsarme Witterung ließ die Anzahl der Pegel im Niedrigwasserbereich wieder ansteigen. Aktuell wird an 24 (16 %) von 149 ausgewerteten Pegeln ein Durchfluss unter MNQ(Jahr) registriert. An weiteren 43 Pegeln (29 %) ist das MNQ(Jahr) fast erreicht.

Entwicklung des Niedrigwassers in den letzten Jahren

Die folgenden Abbildungen zeigen je den Anteil der sächsischen Messstellen im Niedrigwasserbereich für Grundwasser bzw. Fließ­gewässer im zeitlichen Verlauf seit Beginn des Abflussjahres 2018. Um den kurzfristigen Einfluss einzelner Nieder­schlags­ereignisse zu bereinigen und den längerfristigen Trend deutlich werden zu lassen, sind die Daten teilweise geglättet dargestellt. Definitionen des Schwellenwertes für Niedrigwasser an Grundwasser­messstellen bzw. an Fließ­gewässer­pegeln sind jeweils den Bildunterschriften zu entnehmen.

Anteil Grundwassermessstellen im Niedrigwasser

Die Grafik zeigt die monatsbezogenen Anteile der 274 repräsentativen Grundwassermessstellen, die den mittleren Niedrigwasserstand in den Abflussjahren 2018 bis 2024 unterschreiten. Der mittlere Niedrigwasserstand bezeichnet hier den gemittelten niedrigsten Wasserstand des Monats innerhalb des Beobachtungszeitraumes ab 1970. Das Abflussjahr (AJ) beginnt am 01.11. des Vorjahres und endet am 31.10. des Jahres.(Stand: 13.05.2024) © Bildrechte: LfULG 

Anteil Fließ­gewässer­mess­stellen im Niedrigwasser

Die Abbildung zeigt den Anteil der Pegel im Niedrigwasser.
Abbildung: Entwicklung des Anteils der Pegel mit Niedrigwasserführung seit dem Abflussjahr 2018 bis zum angegebenen Stichtag. Ist der Durchfluss an einem Pegel unterhalb MNQ(Jahr), so liegt dieser im Niedrigwasserbereich.  © Bildrechte: LfULG/LHWZ

Weiterführende Informationen

Wie kommt es zu Niedrigwasser?

Niedrigwasser (oder hydrologische Trockenheit) ist die Folge einer vorangegangen oder noch andauernden Niederschlagsarmut (meteorologische Trockenheit). Fällt einige Zeit kein Regen (in der Hydrologie wird von »Trockenwetter« gesprochen), so werden die Fließgewässer vor allem aus dem Grundwasser gespeist. Dieser Anteil des Abflusses wird daher auch als »Basisabfluss« bezeichnet.

Ist es nun längere Zeit trockener als üblich, führt das wiederum zu abnehmender Grundwasserneubildung, zu fallenden Grundwasserständen und damit zu einem Rückgang des Basisabflusses, was einen generellen Rückgang der Wasserführung in den Fließgewässern zur Folge hat.

Gerade bei ausgeprägten Trockenzeiten kann man gut beobachten, dass bei einzelnen Niederschlagsereignissen zwar die Abflüsse ansteigen, dann aber rasch wieder auf das niedrige Ausgangsniveau zurückfallen. Der Grund hierfür ist, dass sich der Basisabfluss erst dann wieder erholt, wenn es zu einer maßgeblichen Aufhöhung des Grundwassers kommt.

Solange noch große Bodentrockenheit besteht (oder agrarische Trockenheit), gelangt kaum oder nur wenig Niederschlagswasser zur Grundwasserneubildung und die Niedrigwassersituation hält an.

Weiterführende Informationen

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