AKWA
Laufzeit: 07/2023 - 12/2026
Auswirkungen des Klimawandels auf grenzüberschreitende Wasserkörper an der tschechisch-sächsischen Grenze (AKWA)
Projektziele und -inhalte
Ziel des Projektes ist, in ausgewählten grenzüberschreitenden Fließgewässern die durch den Klimawandel teilweise noch verstärkten Umweltrisiken zu identifizieren und gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, um diese zu minimieren.
Gemeinsam mit dem Wasserforschungsinstitut in Prag (V.Ú.V. T.G.M.) und dem Staatsbetrieb Povodí Ohře wurden sechs besonders belastete, grenzüberschreitende Fließgewässer im tschechisch-sächsischen Grenzgebiet für das Projekt ausgewählt: Pöhlbach, Rosenbach, Ritterbach, Spree, Mandau, Lausur. An jedem der Fließgewässer wird auf tschechischer und sächsischer Seite ein detailliertes Messprogramm durchgeführt, um Art, Ausmaß und Ursachen der Belastung zu ermitteln. In Zusammenarbeit mit den zuständigen regionalen Behörden sollen grenzüberschreitend Maßnahmen vorgeschlagen werden, damit die Ursachen behoben bzw. reduziert und der Zustand der Fließgewässer verbessert werden kann. Die Bewertungsmethoden des Gewässerzustandes beider Seiten werden gegenübergestellt.
Die Behörden der betroffenen sächsischen Landkreise, Ústecký kraj und Povodí Ohře werden beteiligt, tauschen in grenzüberschreitenden Workshops Erfahrungen aus und werden besser vernetzt.
Ein wichtiger Baustein ist die Umweltbildungsarbeit im Projektgebiet. So werden bei grenzüberschreitenden Veranstaltungen die breite Öffentlichkeit sowie bei gemeinsamen Projekttagen Schulen einbezogen und für die Themen Gewässer- und Klimaschutz sensibilisiert.
Aktuelles aus dem Projekt
Im Rahmen eines weiteren Workshops des AKWA-Projekts fanden Exkursionen zu den Kläranlagen in Varnsdorf und Ebersbach statt, bei denen die Funktionsweise der Anlagen sowie Maßnahmen zur Phosphorentfernung im Fokus standen. In Ebersbach folgte eine Präsentation der Projektziele und aktueller Monitoringergebnisse für 2025, mit besonderem Augenmerk auf Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor. Dabei wurden hohe Konzentrationen dieser Stoffe als zentrales Problem im Einzugsgebiet der Mandau und Spree identifiziert. Der Workshop endete mit einer regen Diskussion und großem Interesse an den bisherigen Ergebnissen des Projekts.
Im Rahmen eines weiteren Workshops des AKWA-Projekts fanden Exkursionen zu den Kläranlagen in Oberwiesenthal und Loučná pod Klínovcem statt, bei denen die Funktionsweise der Anlagen sowie Maßnahmen zur Phosphorentfernung im Fokus standen. In Loučná wurde zudem die Einleitstelle in den Pöhlbach besichtigt. In Boží Dar folgte eine Präsentation der Projektziele und aktueller Monitoringergebnisse für 2024, mit besonderem Augenmerk auf Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor. Dabei wurden hohe Konzentrationen dieser Stoffe als zentrales Problem im Einzugsgebiet der Polava identifiziert. Der Workshop endete mit einer regen Diskussion und großem Interesse an den bisherigen Ergebnissen des Projekts.
Im Rahmen des Treffens der Kooperationspartner wurden die Ergebnisse gemeinsamer Probenahmen sowie die Bestimmungsmethoden und Umweltqualitätsnormen in Tschechien und Sachsen für die überwachten Parameter verglichen. Zudem erfolgte ein Vergleich hydromorphologischer Untersuchungen. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Workshop am 26. September 2025 im Einzugsgebiet der Pöhlbach.
Ziel der Veranstaltung war es, das grenzüberschreitende Projekt AKWA der deutschen und tschechischen Öffentlichkeit vorzustellen.
Das AKWA-Projekt wurde auf dem beliebten Stadtfest in Vejprty/Bärenstein der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Stand erfreute sich großer Beliebtheit bei den Besuchern, insbesondere bei den Kindern, die von den Ausstellungen zum Makrozoobenthos, also den wirbellosen Wassertieren und Algen aus dem nahegelegenen Fluss Polava, fasziniert waren.
Im Auftrag der Europäischen Kommission produziert die dpa-Custom Content, die Auftragsredaktion der Deutschen Presse-Agentur dpa, verschiedene Content-Pakete, in denen unterschiedliche EU-geförderte Projekte vorgestellt werden.
Die gemeinsame Probenahme am Ritterbach Ende April 2025 wurde als Termin für den Dreh an der tschechisch-sächsischen Grenze in Ebersbach genutzt. Das Ergebnis ist seit Juni veröffentlicht
- Video »Projekt AKWA: Der Ritterbach als Frühwarnsystem für Umweltbelastungen« Beitrag auf presseportal.de
Ziel des Projekttages der ZŠ Varnsdorf und Grundschule Seifhennersdorf war, das Wissen der Kinder über Fließgewässer im Sinne des Mottos »Ein Fluss ist nicht nur Wasser« zu erweitern. Während der Exkursion erhielten die Schüler und Schülerinnen Informationen darüber, was ein Fluss uns zeigen kann. Die Exkursion war in vier Bereiche gegliedert:
- Leben im Wasser - Makrowelt (Beispiele für kleine wirbellose Tiere, die auf dem Flussboden leben),
- Leben im Wasser - Mikrowelt (Beispiele für mikroskopische Organismen, die im Wasser und auf Felsen leben),
- Wasserchemie (was ist Wasserqualität und warum kann sie variieren) und
- Wasserdurchfluss (wie die Durchflussmenge an verschiedenen Stellen variiert und warum).
Am 25. und 26. März 2025 fanden Projekttage mit Schülern der Klassenstufe 7-9 aus der Schule in Hradec (ZÁKLADNÍ ŠKOLA LIDICKÁ) und der Schkola Oberland aus Ebersbach statt. Die Exkursionen an diesen Tagen führten zum Ritterbach und zur Spree. Mit Keschern konnten die Schüler auf die Suche nach Makrozoobenthos) gehen (wirbellose Tiere am Gewässerboden), diese bestimmen und so Hinweise auf die Wasserqualität erhalten. Mitgenommene Wasserproben wurden im Chemielabor der Schkola Ebersbach mit Schnelltests analysiert und mit den Ergebnissen der Gewässerbiologie verglichen.
Im Rahmen des beliebten Stadtfestes in Seifhennersdorf wurde am 16. März 2025 das Projekt AKWA der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Stand erfreute sich großer Beliebtheit beim Publikum, insbesondere bei den Kindern, die am Makrozoobenthos, den wirbellosen Wassertieren aus der Mandau, großes Interesse fanden.
Am 11. und 12. Dezember 2024 fanden die ersten Gewässerprojekttage mit Schülern der 7.-9. Klassen aus der Schule ZŠ U Nemocnice in Rumburk und der Schkola Oberland in Ebersbach statt. An diesen Tagen fand eine Exkursion zum Ritterbach und zur Spree sowie Analysen in Chemielabor der Schkola Ebersbach statt. Dadurch konnten die Kinder über die Themen Gewässerstruktur und Gewässerchemie lernen. Am 14. Januar 2025 erstellten die Kinder gemeinsam ein zweisprachiges Poster, das die Ergebnisse und Erfahrungen zusammenfasste.
Kurzsteckbrief
Projektgebiet:
- In Deutschland: Landkreis Görlitz, Landkreis Bautzen, Landkreis Erzgebirge
- In Tschechien: Ústecký kraj
Weitere Informationen
Kontakt
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Referat 44: Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie
Claudia Lindner
Telefon: 0351 8928-4406
E-Mail: Claudia.Lindner@lfulg.sachsen.de
Webseite: https://www.lfulg.sachsen.de
Partner im Projekt
- VÚV TGM – T. G. Masaryk Water Research Institute Leadpartner
Förderung
Projekteinordnung
Priorität 2: Klimawandel und Nachhaltigkeit
Fördersumme: 945.533,02 €













