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Nitrat im Grundwasser

Fragen und Antworten zu Nitrat im Grundwasser

Das Umweltbundesamt hat grundlegende Informationen zum Parameter Nitrat veröffentlicht:

Landwirtschaftliche Flächennutzungen sind nachweislich Hauptverursacher für Nitrateinträge in das Grundwasser. Dies ist durch zahlreiche Studien belegt und veröffentlicht. Im Projekt »Dynamische Bilanzierung der Nährstoffeinträge in sächsische Gewässer im Zeitraum 2016 bis 2021« auf Basis des Modellkonzeptes »STOFFBILANZ« wurden Stickstoffeinträge in sächsische Gewässer bilanziert. Mit ca. 16.000 Tonnen pro Jahr (ca. 55 %) stammt der Hauptanteil dieser Stickstoffeinträge aus den Ackerflächen der Landwirtschaft. Weitere ca. 2.000 Tonnen pro Jahr (ca. 7 %) stammen aus den sonstigen landwirtschaftlichen Flächennutzungen Grünland sowie Obst- und Weinbau. Aus Nadelwäldern resultieren 9 %, aus Laubwäldern 3 % und aus Siedlungsflächen 10 % des Stickstoff-Gesamteintrages. Betrachtet man nur die Einträge in das Grundwasser (ohne Oberflächengewässer) und berücksichtigt denitrifizierende Verhältnisse im Boden, sind das noch ca. 4.700 Tonnen pro Jahr aus Acker- und Grünland sowie Obst- und Weinbau. In anderen Bundesländern gibt es vergleichbare, teil auch noch höhere Anteile der Stickstoffeinträge aus landwirtschaftlichen Flächen in das Grundwasser.

Kommunale Kläranlagen, die das Abwasser von mehr als 50 Einwohnern entsorgen, entwässern ausschließlich in Oberflächengewässer, sind also beim Grundwassereintrag nicht oder nur in sehr geringem Maße (z.B. über Infiltration an Gewässerrändern) beteiligt. Der anteilige Stickstoffeintrag aus kommunalen Kläranlagen und industriellen Direkteinleitungen in sächsische Gewässer beträgt ca. 4,3 Tonnen pro Jahr (Zeitschnitt 2018) und umfasst damit ca. 15 % des modellgestützt ermittelten gesamten Stickstoffgesamteintrages in die Gewässer. Auf weitere urbane Quellen der Siedlungsgebiete (z.B. Kleinkläranlagen, Grau- und Niederschlagswassereinleitungen) ca. 10 % und auf Waldflächen ca. 12 %.

Abwasserkanäle tragen nicht wesentlich zum Stickstoffeintrag in das Grundwasser bei. Das liegt zum einen im hohen Sanierungsgrad bei den Abwasserkanälen begründet.

Seit 1991 wurden in die öffentliche Abwasserbeseitigung in Sachsen ca. 10 Mrd. € investiert. Der größte Anteil der Investitionen, ca. 80 Prozent, entfällt auf die Kanalisation und zur Kanalisation gehörende Mischwasser- und Regenwasserbehandlungsanlagen und nur etwa 20 Prozent auf Kläranlagen. Zum anderen liegen Abwasserkanäle in Tallagen und entwässern in Richtung der Sammelpunkte zu Klärwerken oder Pumpstationen. Selten gehen Abwasserleitungen als Druckleitung "über den Acker". Ferner sind hier Überwachungsmaßnahmen vorgeschrieben. Abwasserdruckleitungen sind zum Teil auch doppelwandig mit Erkennung von Leckagen ausgestattet, so dass ggf. dennoch auftretende Sickerverluste rechtzeitig erkannt und Reparaturmaßnahmen zeitnah veranlasst werden können.

Entwicklung der Nitratkonzentrationen

Die Entwicklung der Nitratkonzentrationen ist Bestandteil verschiedener Berichtspflichten auf sächsischer, nationaler und EU-Ebene. Diese weden als so genannten "Umweltindikatoren" dargestellt

Hinweise zur Umsetzung der Sächsischen Düngerechtsverordnung

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