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Grundwasserneubildung

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Zur wasserwirtschaftlichen Planung werden vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie landesweit Messdaten und Modellierungen von Wasserhaushaltsgrößen erfasst und frei zugänglich bereitgestellt. Der GWN-Viewer ist ein Werkzeug zur Visualisierung, Analyse und Bereitstellung der Wasserhaushaltsdaten. Das Ziel ist, die Abschätzung von Wasserhaushaltsgrößen, wie z.B. der Grundwasserneubildung, effektiv zu unterstützen.

Bei der Anwendung der Daten sind folgende Hinweise zu beachten:

Aus der Veröffentlichung und Verarbeitung der in dieser Anwendung bereitgestellten Wasserhaushaltsdaten sind keine Rechte ableitbar.

Die im GWN-Viewer nutzbaren beobachteten und simulierten Wasserhaushaltsdaten sind keine absolut gültigen Ergebnisse, sondern stehen im Kontext erforderlicher methodischer Annahmen bei der Erstellung und Verarbeitung.

So sind die simulierten Wasserhaushaltsdaten von im angewandten Modell geltenden Annahmen, der Modellstruktur, der Parameterschätzung, der Kalibrierungsstrategie und der Qualität der Antriebsdaten abhängig. Beim Antrieb mit Klimaprojektionen ist insbesondere deren Szenario-Charakter bezüglich der Änderung der potentiellen Verdunstung und Niederschlagsvariabilität sowie einer konstanten Landnutzung in den Simulationen zu beachten.

In KLIWES 2.1 z.B. modellspezifisch zu berücksichtigen: Hoher Nebelniederschlag in den Kammlagen im Ist-Zustand 1961-2015, geringe Grundwasserflurabstände gemäß der Kartieranleitung 5 (KA5), Modellierung der Kanalisation in versiegelten Gebieten, die Abhängigkeit der realen Transpiration von der Parametrisierung sowie ein in Trockenphase permanent zur Verdunstung verfügbarer Bodenwasserrestgehalt.

Im Modellgebiet der Lausitzer Neiße wird in KLIWES 2.1 die schnelle grundwasserbürtige Abflusskomponente RG1 nicht mit ausgegeben, sondern über andere schnelle Abflusskomponenten simuliert. Die Berechnungsvorschrift GWN = RG2 + RG1 ist somit für den Lockergesteinsbereich im Einzugsgebiet der Lausitzer Neiße nicht anwendbar.

Die in KLIWES 1.0 und 2.1 landesweit angewandten Modellversionen von ArcEGMO liefern im regionalen Maßstab Werte für den Wasserhaushalt. Sie ersetzen keine lokalen Standortmodelle. Weiterhin können bei hydraulischem Kontakt mit anderen Aquiferen oder Fließgewässern weitere Bilanzgrößen zur standörtlichen Bilanzierung des Grundwasserdargebotes wesentlich bedeutender als der Unsicherheitsbereich der simulierten Sickerwasserbildung sein.

Grundsätzlich gilt, dass es sich um Wasserhaushaltsdaten handelt, die sich sowohl im Laufe der Zeit verändern, als auch erhebungs- und verfahrensbedingten Unsicherheiten unterliegen. Deshalb wird laufend eine ereignis- und/oder verfahrensbezogene Fortschreibung erfolgen.

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