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Nitrat im Grundwasser

Häufige Fragen und Antworten zu nitratbelasteten Gebieten 2021

Nitratbelastete Gebiete 2021 

Die nachfolgende Sammlung dient der Beantwortung von Fragen zu den nitratbelasteten Gebieten, die nach der neuen sächsischen Düngerechtsverordnung seit 01.01.2021 rechtskräftig sind. Ergänzungen werden laufend vorgenommen (letzte Aktualisierung 09.06.2022). Hinweise und Vorschläge können an das E-Mail-Postfach grundwasser.lfulg@smul.sachsen.de gesendet werden. Einzelfragen von Betrieben sollen an das jeweils zuständige Förder- und Fachbildungszentrum gestellt werden.

Das Umweltbundesamt hat grundlegende Informationen zum Parameter Nitrat veröffentlicht:

Als nitratbelastete Gebiete werden Flächen oder Feldblöcke bezeichnet, in deren Umgebung eine erhöhte Konzentration von Nitrat im Grundwasser durch Messwerte ermittelt und ein Emissionsrisiko aus überschüssigem Stickstoff besteht. Ein Feldblock ist eine zusammenhängende landwirtschaftlich nutzbare Fläche.

Die EU-Kommission hatte im Rahmen der Abstimmungen zur Umsetzung des EuGH-Nitrat-Urteils unter anderem die uneinheitliche Praxis der Ausweisung belasteter Gebiete in den Ländern bemängelt. Daher wurde geregelt, dass die Bundesregierung eine Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur einheitlichen Ausweisung belasteter Gebiete erlässt.

Grundlage der Ausweisung nitratbelasteter Gebiete ist nunmehr die am 03.November 2020 veröffentlichte Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Ausweisung von mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebieten (AVV Gebietsausweisung – AVV GeA) in Verbindung mit der Verordnung über die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen (Düngeverordnung - DüV) und der Verordnung zum Schutz des Grundwassers (Grundwasserverordnung - GrwV). Diese Verordnungen setzen aktuell die Richtlinie 91/676/EWG (Nitratrichtlinie) in Deutschland um.

Die punktuell im Grundwasser gemessenen Nitratwerte wurden durch ein mathematisches Verfahren in die Fläche übertragen und es wurden Bereiche mit Nitratkonzentrationen > 50 mg/l ermittelt. Innerhalb dieser Bereiche wurden danach die Feldblöcke ermittelt, bei denen eine Überschreitung eines flächenspezifischen tolerablen Stickstoffsaldos vorliegt. Für die Ermittlung des flächenspezifischen tolerablen Stickstoffsaldos wurde ein bundesweit verfügbares Modell (AGRUM-DE) verwendet. In die Ausweisung wurden nur die Feldblöcke übertragen die a) innerhalb der Flächen mit einer Überschreitung der Nitratkonzentration von 50 mg/l liegen und b) den tolerablen Stickstoffsaldo überschreiten.

Die so genannte Nitrat-Fachkulisse umfasst 9579 Feldblöcke mit 130.608 ha. Dies entspricht 7,1 Prozent der Landesfläche von Sachsen bzw. 14,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche von Sachsen.

Binnendifferenzierung bezeichnet hier die Unterscheidung von mit Nitrat belasteten von unbelasteten Teilgebieten in einem Grundwasserkörper. Als Grundwasserkörper wird ein Grundwasservorkommen oder ein abgrenzbarer Teil eines Grundwasservorkommens bezeichnet. Die Ermittlung von mit Nitrat belasteten und unbelasteten Teilgebieten erfolgt anhand der Konzentrationsverteilung von Messwerten aus dem Grundwasser. Gemäß der Düngeverordnung ist die Ausweisung von Teilgebieten von Grundwasserkörpern als nitratbelastete Gebiete grundsätzlich möglich. Als nitratbelastete Gebiete wurden und werden in Sachsen nur diese binnendiffenzierten Gebiete verwendet, um entsprechende Maßnahmen effektiv zu platzieren.

Bereits die Düngeverordnung 2017 sah die Möglichkeit der Binnendifferenzierung vor. Sachsen hatte diese bereits mit der Ausweisung der nitratbelasteten Gebiete 2019 genutzt. Die erforderliche Neuausweisung 2021 hat für Sachsen eine Reduzierung der ausgewiesenen Flächen erbracht. Diese fällt aber im Vergleich zu jenen Bundesländern geringer aus, die 2019 ihre nitratbelasteten Gebiete zunächst auf der Basis der Grundwasserkörper ausgewiesen hatten.

Mit dem Ausweisungsmessnetz wird die Binnendifferenzierung vorgenommen.

Das Ausweisungsmessnetz umfasst mindestens alle landwirtschaftlich beeinflussten Messstellen, die die Länder nutzen. Dazu zählen insbesondere Messstellen die bereits zur Erfüllung der Aufgaben nach europarechtlichen Normen errichtet wurden, wie das Messnetz Wasserrahmenrichtlinie, das EU-Nitratmessnetz und das EUA-Messnetz. Es können aber auch weitere Messstellen in das Ausweisungsmessnetz übernommen werden, z.B. Messstellen von Trinkwassergewinnungen. Dies hat den Grund, dass eine möglichst gute Flächenverteilung der Messwerte erreicht werden soll. Auch Messstellen mit Nitratgehalten < 50 mg/l Nitrat werden verwendet. Damit werden die dann als "rot" einzustufenden Bereiche realistischer dargestellt, als wenn diese Messstellen nicht verwendet würden. Es muss mindestens eine Messstelle je 50 Quadratkilometer vorhanden sein.

Das sächsische Ausweisungsmessnetz enthält 496 Grundwassermessstellen.

Es wurden Nitratmesswerte aus dem Zeitraum 2016 bis 2019 (vier Jahre) verwendet.

Die Prüfung der Analysenergebnisse auf Messfehler und Messunsicherheiten findet im Rahmen der Qualitätssicherung in den Laboren der Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft statt (u.a. Prüfung auf Ionenbilanzfehler, Verfahrensweise bei Messungenauigkeiten und Validierung der Messergebnisse gemäß Handbuch integriertes Management - IMS). Weiterhin werden die Analysenwerte bei der Datenübertragung in das Umweltinformationssystem des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie auf Plausibilität geprüft. Durch beide vorliegenden Verfahren werden nicht plausible Messergebnisse ausgeschlossen.

Grundwassermessstellen, die nach einfacher und geophysikalischer Überprüfung sowie nach Kamerabefahrung nicht funktionsfähig waren, wurden nicht ins Ausweisungsmessenetz aufgenommen. Zudem wurden Messstellen mit Fremdwasserbeeinflussung, Überprägung durch punktuelle Einträge (Altstandorte, Deponien und Altdeponien), nicht bestimmtem oder bestimmbarem Grundwasserleiterkomplex sowie unvollständigem Analysenspektrum nicht bei der Ermittlung der mit Nitrat gelasteten Gebiete berücksichtigt.

Der Sächsische Landesbauernverband hat im Februar 2020 ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches den Zustand eines Teils der Grundwassermessstellen (GWM) des Freistaates Sachsen bewertet hat. Dazu stellen das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und die Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) nach intensiver Prüfung des Gutachtens fest:

Der Gutachter hat keinen Nachweis erbracht, welche baulichen Mängel welche konkreten Veränderungen der Grundwasserbeschaffenheit bewirken. Die allgemein anerkannten Regeln der Technik, z.B. des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), sagen dazu auch nichts aus.

Der Gutachter hat die ordnungsgemäße und qualitätsgesicherte Grundwasserprobennahme sowie die Analytik in seinem Gutachten grundsätzlich bestätigt.

Die vom Gutachter festgestellten Mängel können vom LfULG / der BfUL nicht geteilt werden, da sie auf folgenden Fehlern beruhen:

  • Der einbezogene Datenbestand der Datenbanken umfasst nicht alle vorliegenden Informationen zu den Messstellen. Zusätzlich angebotene Unterlagen, Abstimmungen oder Vor-Ort-Begehungen wurden nicht einbezogen bzw. abgelehnt.
  • Offensichtliche Unplausibilitäten in der Datenlage wurden nicht weiterverfolgt.
  • Jede nicht eingetragene Information (z.B. in 33 Fällen nicht eingetragene Abschlusskappe oder Schutzrohr/ Betonsockel) führte dazu, dass die GWM ungerechtfertigt als ungeeignet eingestuft wurde.
  • Der im Gutachten vorgenommene formale Vergleich von Ausbaudaten mit Vorgaben des Regelwerkes schließt notwendige und zulässige Abweichungen vom Normausbau aus. Diese sind jedoch bei örtlicher hydrogeologischer Situation fachlich geboten und gerechtfertigt.

Im Ergebnis kommen das LfULG und die BfUL zu dem Schluss, dass mit dem Gutachten des SLB kein Zusammenhang zwischen einem baulichen Mangel und einer Veränderung hinsichtlich Nitrat feststellbar ist und damit die Ergebnisse des Gutachtens nicht haltbar sind.

Das Messnetz wird in seiner Gesamtheit als repräsentativ und den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend eingestuft. Als fehlerhaft erkannte Messstellen werden im Rahmen des Routinebetriebs erkannt, behandelt und gegebenenfalls aussortiert und stillgelegt. Die BfUL handelt im Rahmen eines akkreditierten Probennahmesystems.

Die Ausweisung der Nitratgebiete ist vom aktuellen Gutachten nicht betroffen, da die im November erlassene Verwaltungsvorschrift zur Gebietsausweisung andere Anforderungen stellt, als die, die der Gutachter anwendete.

 

Im Ausweisungsmessnetz sind auf Grund des regionalen Verteilungsmusters der Nutzungsstrukturen innerhalb von Sachsen auch Grundwassermessstellen mit anderen Landnutzungen außer ackerbaulicher Nutzung enhalten. Dies können sein: forstwirtschaftliche Nutzungen, Grünland, Siedlung und Verkehr. So sind u.a. auch im EUA-Messnetz, als ein Bestandteil des Ausweisungsmessnetzes, die Grundwassermesstellen gemäß der prozentualen Nutzungsverteilung von Sachsen vertreten.

Im interaktiven Datenportal iDA sind unter dem Fachthema Grundwasser alle Messstellen und die verwendeten Messwerte einsehbar. Dabei wird unterschieden in:

  • Grundwassermessstellen: Alle Daten, Messwerte und Sachinformationen zu Grundwassermessstellen, unabhängig vom Messnetz
  • Ausweisungsmessnetz 2021: Messstellen des Ausweisungsmessnetzes mit Darstellung der verwendeten Nitratstützwerte

Dazu existieren verschiedene Datenplattformen. Die Zugänge sind jeweils hier aufgelistet:

Dies ist grundsätzlich möglich und wird in Einzelfällen bereits praktiziert. Es müssen jedoch strenge Qualitätsanforderungen, unter Anderem der Anlage 1 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Gebietsausweisung (AVV GeA) eingehalten werden. Diese beinhaltet Anforderungen an Messstelle, Probennahme und Analytik. Mindestanforderungen sind im Einzelnen:

"Stammdaten" dienen der Einordnung und fachlich korrekten Verwaltung der Daten. Sie enthalten keine Messwerte. Mindestens anzugeben sind:

  • Messstellenbezeichnung (Name) und lokale Kennziffer; danach erfolgt die Festlegung einer landesweiten Messnetzkennziffer (MKZG), unter der die Messstelle beim LfULG geführt wird.
  • Koordinaten im amtlichen Lagebezugssystem ETRS89_UTM33 (vgl. Referenzsystemerlass https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/17224-VwV-Referenzsysteme). Andere Koordinaten sind mit entsprechenden Koordinatentransformatiostools umzurechnen. Eine Einmessung durch ein Vermessungsbüro wird empfohlen.
  • Messpunkthöhe in Meter NHN 2016 (Normalhöhensystem des Deutschen Haupthöhennetzes 2016),
  • Geländehöhe in Meter NHN 2016 unmittelbar am Ort der Messstelle (Bei beiden Höhenangaben wird auch die Einmessung durch ein Vermessungsbüro empfohlen),
  • Art der Messstelle (Grundwasserbeoachtungsrohr mit Angabe, ob sie Teil einer Messstellengruppe ist, Bohrbrunnen, Schachtbrunnen, Quelle, Sammelentnahme),
  • vollständig stratifiziertes geologisches Schichtenverzeichnis. Dieses wird in der Regel bei der Bohrung durch ein auf Geologie spezialisiertes Büro oder einen entsprechend qualifizierten Gutachter erstellt. Liegt dieses nicht vor, kann es ggf. durch nachträgliche Untersuchungen erstellt werden. Dazu ist eine Abstimmung mit der Abteilung Geologie des LfULG erforderlich. Das Schichtenverzeichnis wird verwendet, um eine eindeutige Zuordnung zu einem Grundwasserleiterkomplex möglich zu machen. Liegt diese bereits vor, ist diese Zuordnung mit zu übergeben.
  • Ausbauplan/Ausbauzeichnung mit eindeutiger Bezeichung der
  • Filterlage (Beginn der Filteroberkante in Meter unter Messpunkt oder Gelände und Ende der Filteroberkante in Meter unter Messpunkt oder Gelände)
  • Filterschlitzweite in mm,
  • Vorhandensein eines Sumpfrohrs (Beginn und Ende in Meter unter Messpunkt oder Gelände,
  • Angaben zur Hinterfüllung der Bohrung und zu den Dichtmaterialien, jeweils mit Höhenangaben wie oben,
  • Art und Material der Messstellenabdeckung, ggf. Angaben zur Verschluss- und Schlüsselart,
  • sonstige weitere Sicherungseinrichtungen wie Anfahrschutz und Fahne.

Betriebsdaten sind laufend zu aktualisierende Informationen zu Zustand und Funktion der Messstelle. Mindestens anzugeben sind hierbei:

  • Angaben zur erstmaligen Abnahme / Eignungsprüfung der Messstelle gemäß einschlägiger Fachregelwerke, wie z.B. Arbeitsblatt DWA-A 908 / DVGW W 129 - Eignungsprüfung von Grundwassermessstellen - Dezember 2012 oder Merkblatt Funktionsprüfung des Arbeitskreises Grundwasserbeobachtung
  • Angaben zu regelmäßig durchgeführten Funktionskontrollen gemäß oben stehender Regelwerke
  • Angaben zur Sicherstellung des Zugangs zur Messstelle mit Ansprechpartner(n), Grunddienstbarkeiten, bestehende vertragliche Regelungen Dritter,
  • Eigentümer des Grundstücks / der Messstelle

Die Grundwasserprobennahme an der Messstelle erfolgt entweder durch den Eigentümer bzw. seine Beauftragten selbst, der dann in der Regel auch das Labor mit den Wasseranalysen beauftragt oder die Probennahme und Analytik erfolgt im Auftrag des LfULG durch die Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft. Für die Einhaltung von Qualitätsanforderungen sind diese zwei Möglichkeiten der "Auftragskette" von Vorteil. Abweichungen sind im Einzelfall zu regeln. Für die Grundwasserprobennahme gelten die folgenden Qualitätsanforderungen:

  • AQS(=Analytische Qualitätssicherung)-Merkblätter der Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) und
  • Merkblatt Grundwasserprobennahme des Arbeitskreises Grundwasserbeobachtung

Die Einhaltung der Qualitätsanforderungen im Falle eigener Probennahme ist zu dokumentieren und auf Anforderung nachzuweisen. Eine Akkreditierung wird empfohlen.

Die Analytik der Wasserinhaltsstoffe erfolgt vorzugsweise in einem nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 akkreditierten Prüflaboratorium. Bei der Akkreditierung ist auf den in der Urkundenanlage angegebenen Akkreditierungsumfang (z.B. physikalisch-chemische und
chemische Untersuchungen von Grundwasser) zu achten. In jedem Fall sind alle Untersuchungsprotokolle und sonstigen Qualifikationsnachweise auf Anforderung bereit zu halten.

Für die Übergabe der Analysenergebnisse sind verschiedene Formate möglich, die durch das LfULG auch auf Anfrage bereitsgestellt werden können. Eine Tabelle zur Übergabe von Analysenergebnissen kann z.B. so ausssehen:

Messstelle Name/eigene Nummer

Maßeinheit

Muster / 1

Messstelle MKZG

 

 

Datum

 

05.08.2014

Analysennummer

 

123456789

Bemerkungen

 

keine

Entnahmetiefe_m_u_ROK

 

10

Wasserstand_m_u_ROK

 

5

Auftraggeber

 

Musterfirma

Probenehmer

 

Mustermann

Labor

 

Musterlabor

Basisparameter

 

 

Wassertemperatur

[Grad C]

13,8

pH-Wert (Feld)

[-]

 

pH-Wert (Labor)

[-]

7,39

Elektrische Leitfähigkeit (25°C)

[µS/cm]

748

Redoxpotential

[mV]

 

Sauerstoffgehalt

[mg/l]

 

Eisen - gesamt

[mg/l]

0,304

Eisen 2+ - gelöst

[mg/l]

0,25

Mangan - gel

[mg/l]

0,231

Calcium - gel

[mg/l]

83

Magnesium - gel

[mg/l]

16,4

Kalium - gel

[mg/l]

4,5

Natrium - gel

[mg/l]

38,9

Ammonium - gel

[mg/l]

0,078

Nitrat - gel

[mg/l]

< 2,7

Chlorid - gel

[mg/l]

58,1

Sulfat - gel

[mg/l]

105

ortho-Phosphat - gel

[mg/l]

 

Gesamthärte - ges

[Grad dH]

15

Karbonathärte - gel

[Grad dH]

 

gelöster organisch gebundener Kohlenstoff

[mg/l]

1,2

Arsen - gelöst

[mg/l]

< 0,0007

Blei - gelöst

[mg/l]

< 0,0004

Cadmium - gelöst

[mg/l]

< 0,0003

Chrom - gelöst

[mg/l]

< 0,0005

Kupfer - gelöst

[mg/l]

0,002

Ausfüllhinweise:

  • Das Feld Analysennummer kann auch die Berichtsnummer enthalten.
  • Sollte die Beprobung aus einem GW-Messrohr erfolgen, geben sie den Wasserstand und Entnahmetiefe in m unter Rohroberkante an.
  • Das Feld Probenehmer ist nicht auszufüllen.
  • Bitte beachten Sie die vorgegebenen Einheiten, sodass nicht ein falscher Messwert
    eingetragen wird. z. B. mS/cm versus μS/cm, ng/l versus μg/l.
  • Befindet sich ein Messwert unterhalb der Bestimmungsgrenze, soll dieser mit „Kleiner-als“-Zeichen angeben werden. z. B. <0,005 (siehe Tabelle oben, Messergebnis für
    Mangan [mg/l]).
  • Befindet sich ein Messwert unterhalb der Nachweisgrenze, soll dieser mit "nn" für "nicht nachweisbar" abgekürzt werden.

Im Zuge des laufenden Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland wegen Verstoßes gegen die Nitratrichtlinie hat der Bund einen neuen Entwurf der AVV Gebietsausweisung vorgelegt, welchem die EU-Kommission nun zugestimmt hat. Einzelheiten sind der entsprechenden Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft BMEL zu entnehmen. 

Das Landesmessnetz Grundwasser des Freistaates Sachsens wird regelmäßig durch den Neubau und Ersatz von Grundwassermessstellen erweitert und verbessert. Die geplanten Messstellen sollen insbesondere eine genauere Eingrenzung der Nitratbelastung des Grundwassers ermöglichen. Grundlage ist eine wasserwirtschaftliche Fachplanung und ortskonkrete Aufgabenstellung. Die künftigen Standorte (Umkreise der Vorplanung) können in der interaktiven Kartenanwendung iDA unter dem Thema Wasser, Grundwasser, Geplante Messstellen (Umkreise) eingesehen werden. In dem Layer werden 131 geplante Messstellen als Umkreise dargestellt, die bis 2024 gebaut werden sollen (Stand: 16.08.2021).

Nitratkonzentrationen in Sachsen

Folgende Abbildung ist der Broschüre "Umweltdaten 2021" entnommen.

Die Abbildung zeigt die Anteile der Messstellen im überblicksweisen Messnetz Grundwasserbeschaf- fenheit (UEB) mit Überschreitungen größer 25 mg/l Nitrat (Besorgniswert der EG-Nitratrichtlinie) bzw. größer 50 mg/l (Schwellenwert der Grundwasser- verordnung und Maßnahmenwert der EG-Nitrat- richtlinie). Von 2008 bis 2019 sind die Anteile an Messstellen mit Schwellenwertüberschreitung leicht ansteigend. Inwieweit sich der Unterschied von 2019 zu 2020 möglicherweise als Tendenz fortsetzt, bleibt abzuwarten.  © Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Hinweise zur Umsetzung der Sächsischen Düngerechtsverordnung

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