Schaum im Gewässer – was ist da los?
Auf dem Wasser von Bächen schwimmt manchmal Schaum. Ist das nun eine Verschmutzung oder doch natürlich und damit völlig harmlos?
Bei einem Spaziergang in der Natur - der Weg führt am Bach entlang – findet sich manchmal eine Schaumbildung auf dem Wasser. Nach einem kleinen Absturz oder zwischen den Pflanzen am Ufer schwimmt der Schaum auf dem Wasser. Ist das nun eine Verschmutzung oder doch natürlich und damit völlig harmlos?
Tatsächlich können die Ursachen für Schaumbildung sowohl natürlich, als auch künstlich sein. Natürlicher Schaum kann beispielsweise auf Algen, Laub oder Fischlaich zurückgehen. Dieser Schaum ist weiß bis gelblich-bräunlich. Man erkennt ihn vor allem an seinem erdigen oder fischigen Geruch. Er ist sehr stabil und kann sich kilometerlang halten. Deshalb findet man hier auch oft keinen klaren Ursprung. Bei Turbulenzen, etwa nach Abstürzen, kann eine Häufung auftreten.
Künstlicher Schaum hat seinen Ursprung dagegen in geklärtem Abwasser oder zum Beispiel durch den Eintrag von Tensiden oder Gülle. Er ist in der Regel glänzend weiß, reflektiert Regenbögen und riecht entweder chemisch nach Parfum oder nach Gülle und Jauche. Oft gibt es einen klaren Anfang an einer Einleitstelle. Diese Art von Schaum ist nicht sehr stabil, zerfällt schnell und nimmt daher flussabwärts schnell ab.
Mit diesen Informationen lässt sich eine Schaumsichtung am Gewässer nun einschätzen. Es kann allerdings auch eine Mischung aus natürlichem und künstlichem Ursprung vorliegen. Bei dem Verdacht einer Verunreinigung kann diese der zuständigen unteren Wasserbehörde gemeldet werden.

