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Messnetze

Gemäß § 89 des Sächsischen Wassergesetzes i. V. m. § 3 Ziff. 13 der Sächsischen Wasserzuständigkeitsverordnung hat das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) als zuständige Fachbehörde die Aufgabe, „gewässerkundliche und wasserwirtschaftliche Daten zu ermitteln, zu sammeln und aufzubereiten, soweit diese für die Erfassung des natürlichen und menschlich beeinflussten Wasserdargebots oder für die wasserwirtschaftlichen oder sich auf den Wasserhaushalt auswirkenden Planungen, Entscheidungen und sonstigen Maßnahmen sowie für Zwecke der Wirtschaft, Wissenschaft und Rechtspflege erforderlich sind.“ Pegel liefern dazu notwendige Wasserstands- und Durchflussdaten für bestimmte interessierende Punkte an den Gewässern. Die Gewässergüte wird an festgelegten Probenahmestellen überwacht.


Der Freistaat Sachsen liegt in den zwei Flussgebietseinheiten Elbe (95% der Landesfläche) und Oder (5% der Landesfläche). Zum sächsischen Flusseinzugsgebiet der Elbe gehören Freiberger-, Zwickauer- und Vereinigte Mulde, Weiße Elster, Saale, Eger sowie Spree, Schwarze Elster und Elbestrom. Das sächsische Flusseinzugsgebiet der Oder umfasst einen Teil der Lausitzer Neiße.

Pegelnetz

Das LfULG ist zuständig für das gewässerkundliche Pegelnetz in Sachsen, mit dessen Betrieb die Betriebsgesellschaft für Umwelt, und Landwirtschaft (BfUL) beauftragt ist. Durch das Landeshochwasserzentrum (LHWZ werden regelmäßig die Messwerte der wichtigsten Pegel im Freistaat veröffentlicht. In  flussgebietsweisen Zusammenstellungen erhalten Sie anhand einer Pegelübersicht Angaben zur Lage am Gewässer, zur Einzugsgebietsgröße und zum Pegelnullpunkt sächsischer Pegel. Gleichzeitig stehen beim LHWZ Tages-, Haupt- und Extremwerte sowie Dauerzahlen ausgewählter sächsischer Pegel ab dem Jahr 2003 als Download zur Verfügung.

Gewässergütemessnetz

Im Auftrag des LfULG wird durch die BfUL ein gewässerkundliches Messnetz mit festgelegten Probeentnahmestellen betrieben. Nach einem jährlich neu festgelegten Beprobungsplan werden bis zu 12 mal jährlich Wasserproben entnommen und analysiert. Im Bereich Oberflächenwasser werden zur Bestimmung der Gewässergüte physikalische, chemische und biologische Parameter sowohl in Fließ- als auch in Standgewässern erhoben. Die Untersuchungen erfolgen - je nach den fachlichen Festlegungen bzw. Erfordernissen - in den Kompartimenten Wasser, im schwebstoffbürtigen Sediment und in Biota.

Eine Messstelle kann mehreren Messaufgaben dienen. Im Rahmen der Überwachung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie wurden repräsentative Messstellen für die physikalisch-chemischen (RC) und die biologischen Qualitätskomponenten (RB) ausgewiesen. Die übrigen Messstellen dienen Ermittlungszwecken.

Ombrometermessnetz

Das Landesombrometermessnetz dient der Verdichtung des vorhandenen Niederschlagsmessnetzes des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Gemessen wird die Niederschlagshöhe, ggf. auch Schneehöhe und Wasseräquivalent gemäß DWD-Standard.

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