Konvention zur Berechnung der Grundwasserneubildung

Die Grundwasserneubildung GWN wird nach DIN 4049-3 definiert als »Zugang von infiltriertem Wasser zum Grundwasser«.  

Zur GWN trägt hauptsächlich aus Niederschlag gebildetes Sickerwasser bei. Die GWN berechnet sich wie folgt:

    GWN = P – ET – QD 

    mit       P-Niederschlag

                ET-Verdunstung

                QD-schnelle Abflusskomponente

Während im Flachland meistens der gesamte versickerte Niederschlagsanteil infolge guter Infiltrationsleitfähigkeiten sowie fehlender oder nur geringer Hangneigungen der GWN zu Gute kommt (kein Zwischenabfluss), trägt in Hanglagen oft nur ein Teil des Sickerwassers zur GWN bei, da hier der Zwischenabfluss eine maßgebliche Rolle spielt.

Daher kann zur näherungsweisen Bestimmung der GWN in Einzugsgebieten empfohlen werden, diese in Abhängigkeit der Verfestigung zu berechnen. Sachsen gliedert sich von Norden nach Süden in einen Lockergesteins-, Übergangs- und Festgesteinsbereich.

Je nach Lage des Teileinzugsgebietes gelten folgende Konventionen:

Die Konvention ist eine begründete Empfehlung, die im Einzelfall in Abhängigkeit von den jeweiligen Gebietseigenschaften und der konkreten Aufgabenstellung überprüft werden sollte. Bei Vorliegen gebietsspezifischer Besonderheiten muss die GWN ggf. abweichend von den o.g. Konventionen bestimmt werden.

Die Konvention muss vor allem in den Übergangsgebieten von Locker- zu Festgestein auf ihre Gültigkeit geprüft werden.
Insbesondere Gebiete, die durch Lössbedeckungen, geologische Störungen, anthropogene Beeinflussungen, Deckschichten oder spezielle geologische Verhältnisse geprägt sind, müssen mit anderen Erfahrungswerten abgeglichen werden.

Die nachstehende Abbildung zeigt Sachsen entsprechend der Konvention gegliedert in zwei Gebiete. Sie dient als Anhaltspunkt zur Zuordnung des interessierenden Teilgebietes zur Verfestigung Locker- oder Festgestein. Zusätzlich werden im Wasserhaushaltsportal die hydrogeologischen Einheiten des jeweils betrachteten Teilgebietes mit angegeben.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 44: Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie

Holm Friese

Telefon: (0351) 8928-4412

E-Mail: Holm.Friese@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 44: Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie

Dr. Bernd Spänhoff

Telefon: 0351 8928-4400

E-Mail: Bernd.Spaenhoff@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 45: Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde

Uwe Büttner

Telefon: (0351) 8928-4512

Telefax: (0351) 8928-4099

E-Mail: Uwe.Buettner@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.smul.sachsen.de/lfulg

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