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Grundwasserstände

Aktuelle Grundwassersituation

+++ 31.07.2021 +++ Derzeit unterschreiten ca. 53 Prozent der ausgewerteten 440 Messstellen den monatstypischen Grundwasserstand um durchschnittlich 37 cm (Medianwert). Im Juli des Vorjahres betrug die Unterschreitung 51 cm an 89 Prozent der ausgewerteteten Messstellen. Die hier angebotenen Kartendienste geben detailliertere Informationen.

Längerfristige Einordnung

Die folgenden Abbildungen zeigen Auswertungen aktueller Jahre mit langjährigen Beobachtungen.

Grundwasserstand unter Gelände

Die Grafik zeigt Monatswerte von Grundwasserständen in ganz Sachsen im mehrjährigen Mittel 1970 bis 2017 (grauer Bereich und schwarze Linien) im Vergleich mit den Einzeljahren 2019, 2020 und 2021 (Abflussjahr). Das Abflussjahr beginnt am 01.11. des Vorjahres und endet am 31.10. des Jahres. Das Abflussjahr 2018 wird aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen. (Stand: 20.07.2021) © Bildrechte: LfULG 

Anteil Grundwassermessstellen im Niedrigwasser

Die Grafik zeigt den Anteil der Grundwassermessstellen, die den mittleren Niedrigwasserstand in den Jahren 2017 bis 2021 unterschreiten. Der mittlere Niedrigwasserstand bezeichnet hier den gemittelten niedrigsten Wasserstand des Monats innerhalb des Beobachtungszeitraumes 1970 bis 2021. (Stand: 20.07.2021) © Bildrechte: LfULG 

FAQ: Fragen zum Grundwasserstand

Informationen über die Grundwasserverhältnisse und Grundwasserstände werden vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) kostenfrei im Internet bereitgestellt. Im Umwelt- und Datenportal iDA sind alle Grundwassermessstellen des Landesmessnetzes, aktuelle sowie historische Grundwasserstände, Berichte und Ganglinien einseh- und downloadbar.

Im Gegensatz zu Oberflächengewässern reagiert das Grundwasser langfristig und »gedämpfter« auf Niederschläge und Trockenheit. Der Grundwasserspeicher füllt sich während der niederschlagsreichen Perioden wie Herbst/Winter auf. Längere Trockenzeiten können so mittels gut gefüllten Grundwasserspeichern bzw. feuchten Vorjahren kompensiert werden. Während Niederschlagszunahmen in den Wintermonaten tendenziell einen Anstieg der Grundwasserstände vermuten lassen, können Niederschlagsabnahmen in den Sommermonaten zu einer Verringerung der Grundwasserneubildungsrate führen. Zu beachten ist außerdem, dass infolge von Hochwasserereignissen die Grundwasserstände ebenso massiv ansteigen können. Dabei kann das Grundwasser auch noch nach dem eigentlichen Hochwasserereignis weiter ansteigen.

Der Abstand von der Geländeoberkante zum Grundwasserstand wird als Grundwasserflurabstand bezeichnet. Zur Ermittlung desselben können zunächst die oben genannten Quellen genutzt werden. Zusätzlich können thematische Karten zur Grundwasserdynamik herangezogen werden, welche ebenso im Umwelt- und Datenportal iDA bereitgestellt sind. Mittels der Daten können jedoch nur eingeschränkt direkte grundstücksbezogenen Aussagen getroffen werden, sie stellen lediglich ein Hilfsmittel zur Bestimmung und eine Annäherung dar.

Bestimmte weitere Messnetzbetreiber, wie aktuell die Städte Dresden und Leipzig, stellen präzisere Grundwasserflurabstandskarten zur Verfügung, weil diese mit einem dichteren Messnetz ermittelt wurden.

Der Brunnenbau im privaten Rahmen ist zunächst ein verfahrensfreies Bauvorhaben. Die Brunnenbohrung muss allerdings wie auch sonstige Bohrungen, die in das Grundwasser hineinreichen, bei den zuständigen Behörden (LfULG und untere Wasserbehörden) angezeigt werden. Für die Einreichung der Bohranzeigen mit den erforderlichen Unterlagen ist die Nutzung des Onlineportals »Elektronische Bohranzeige ELBA.SAX« vorgesehen.

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