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Ammonium-Stickstoff

Allgemeines

Ammonium-Stickstoff liegt bei pH-Werten > 9 zunehmend als ausgasbarer Ammoniak (hochgradig fischtoxisch), darunter überwiegend als ionogenes Ammonium vor.

Das Auftreten von Ammonium-Stickstoff ist ein wichtiger Hinweis für Einflüsse durch Abwasser, Kläranlagen, Düngemittelabschwemmungen u. a. Anhand dieses Parameters können Aussagen über Verschmutzungsgrad und Gewässergüte eines Gewässers getroffen werden. Ammonium-Stickstoff wird unter Sauerstoffverbrauch durch Mikroorganismen zu Nitrat umgewandelt, was zu einer erheblichen Belastung des Sauerstoffhaushalts führen kann.

Messverfahren

In der Messstation Dommitzsch:
Online-Bestimmung von Ammoniumstickstoff mit dem Prozessphotometer nach Bedienungsanleitung der Fa. Hach in Anlehnung an die DIN 38406 E5-1 »Bestimmung des Ammonium-Stickstoffs«  

In der Messstation Görlitz:
Online-Bestimmung von Ammoniumstickstoff mit dem Ammonium-Analysator nach Bedienungsanleitung  der Fa. Adasa mittels Fließanalytik (FIA) und anschließender  Detektion mit ionenselektiver Elektrode

In der Messstation Schmilka:
Online-Bestimmung von Ammoniumstickstoff mit dem AMX-Monitor nach Bedienungsanleitung der Fa. PAI mittels Freisetzung von Ammoniak in alkalischer Lösung, Überführung mit einem Gasstrom in VE-Wasser und anschließender Detektion mit einer Leitfähigkeitselektrode

Schwellenwert

Oberer Schwellenwert: 2 mg/l NH4-N (entspricht der Meldegrenze an sächsische Umweltbehörden und ist Schaltwert zur ereignisgesteuerten Probenahme). Bis zum 31.12.2008 galten 3 mg/l NH4-N als oberer Schwellenwert.

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